Ohrringe und ihre Verträglichkeit. Ein paar Tipps für geplagte Ohrlöcher!

Vor vielen Jahren (ja erschreckenderweise ist das schon echt lange her), habe ich einen Beitrag auf meiner Facebookseite geteilt, zum Thema Ohrlöcher. Ich möchte den Beitrag wieder aufleben lassen, da ich glaube, dass meine Erfahrungen da doch hilfreich sein können. 

 

Heute möchte ich mal einen Beitrag zu einem Thema schreiben, auf das ich häufig auf Märkten angesprochen werde. Und zwar geht es heute um die Verträglichkeit von Modeschmuck-Ohrringen.

Natürlich gibt es viele Menschen, die Modeschmuck schlichtweg nicht vertragen und allergisch darauf reagieren. Ich habe aber sehr oft Kundinnen, die meist nur Ohrringe nicht vertragen und führen das auf eine Nickelallergie zurück (gesichert weis man das allerdings nur durch einen Allergietest beim Arzt). Anderer Modeschmuck wird dann sicherheitshalber ebenfalls weggelassen. Ist auch alles vollkommen in Ordnung! Jeder soll es so machen, wie er mag. Wer aber dennoch Schmuck liebt und sich immer wieder ärgert, dass viele Sachen die schön sind, nicht getragen werden können, sollte sich zunächst mal folgende Frage stellen:

Sind die Ohrlöcher geschossen worden oder gestochen?

Was ist der Unterschied? Ein sehr Wesentlicher!

Wenn man sich ein Ohrloch beim Piercer stechen lässt, wird eine entsprechend dünne (oder dickere, je nachdem halt, was rein soll und wo ) Nadel verwendet und vorsichtig durch das Gewebe gestochen. Wer selber näht, kennt das Prinzip: ein winziges Loch wird ins Material gemacht und der Rest wird durch die Nadel verdrängt, um das Loch zu vergrößern.

Wie ist es beim Ohrloch-Schießen? Stellen wir uns das Ganze mal größer vor. Man nehme eine Bauchfalte mit Fett und einen Locher, dann macht ihr damit ein Loch rein. Autsch? Ja sehr viel Autsch!

Und nun übertragen wir das ganze auf die kleinere Ebene, mit der Pistole und dem Ohrläppchen und ihr wisst was ich meine. Beim Ohrloch-Schießen, wird das Gewebe herausgeschossen. Man hat also eine viel größere Wunde, die natürlich schwieriger abheilt, als beim Piercen. Die Folge? Erst mal entzündet es sich viel schneller. Wenn es nicht richtig abheilt, können die Wunden immer wieder aufgehen. Wo mehr Wundfläche ist, ist die Anfälligkeit auf Materialien zu reagieren ebenfalls höher, oder auf Bakterien.

Meine Ohrlöcher hab ich damals auch beim Juwelier schießen lassen. Es hat über 6 Wochen gedauert bis der Mist mal abgeheilt war. Wertvoll war da der Tipp meiner Freundin, die Stecker vom Juwelier zu entfernen (und das tat wirklich höllisch weh) und sie durch Creolen aus Silber zu ersetzen. Nimmt man die Kleinen, können die auch Tag und Nacht drin bleiben, durch den Ring ließen sich die Ohrlöcher viel einfacher sauber halten und behandeln. Wenn ich allerdings lange keine Ohrringe getragen habe, hab auch ich immer wieder Probleme, dass sich meine Ohrlöcher entzünden.

 

Grundsätzlich sollte man ein paar Dinge beachten: Wenn ihr lange keine Ohrringe getragen habt, gebt den Ohrlöchern etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen. Fangt mit dünnen Fischerhaken oder Ohrsteckern an. Die Hygiene ist hier oberstes Gebot! Desinfiziert die Stecker und Haken, bevor ihr sie einsteckt! Behandelt eure Ohrlöcher mit einem Antiseptikum, vor dem Tragen und danach ebenfalls. So verhindert ihr zum Einen, dass ihr durch unsaubere Ohrringe, Bakterien ans Ohrloch holt und zum Anderen helft ihr dem Ohrloch, schneller wieder abzuheilen (wenn es denn Schwierigkeiten damit gibt). Wer hartnäckige Ohrlöcher hat, dem empfehle ich ebenfalls es mit kleinen Creolen zu versuchen. Nach wenigen Tagen ist Ruhe im Karton und ihr könnt bequem die Ohrringe wechseln. 

Das war jetzt sehr viel Text, aber mir war es mal wichtig, das zu erläutern und vielleicht hilft es ja der einen oder anderen Ohrlochgeplagten Dame.

 

Wie ist eure Erfahrung damit? Sind eure Ohrlöcher auch geschossen worden, oder wart ihr beim Piercer? Vielleicht habt ihr ja noch andere Tipps? Teilt sie mit uns!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0